Die Pfarre Unterbergern verdankt ihre Gründung der Pfarrregulierung unter Kaiser Joseph II., der im Jahr 1784 die Ortschaften Unterbergern und Oberbergern - bis dahin zur Pfarre Mautern gehörig - als selbständige Seelsorgseinheit errichtete und dem Stift Göttweig inkorporierte. Das Stift hatte im Auftrag des Kaisers auch die Pfarrkirche zu bauen, den Pfarrhof und die Schule. Aus Platzgründen steht die Pfarrkirche mit dem Patrozinium des hl. Johannes Nepomuk in unüblicher Nord-Süd-Ausrichtung und wurde vom Paudorfer Baumeister Josef Schwerdfeger in den Jahren 1784 - 1786 errichtet. Zubauten bzw. Umbauten gab es in den Jahren 1969 bis 1973 und 2015, wo die letzte Renovierung zur heutigen Gestalt beitrug.
Von der Innenausstattung sind der Hochaltar aus dem Jahr 1905 erwähnenswert, weiters vier wertvolle Statuen der Heiligen Maria, Andreas, Sebastian und Nepomuk. Eine Besonderheit der Pfarrkirche bildet die Orgel - das Opus 1 von Gerhard Hradetzky aus Oberbergern.
Die Dorfkapelle in Oberbergern wurde im Jahr 1763 von der Ortsbevölkerung erbaut und zum 250. Jahr ihres Bestehens 2013 renoviert. Eine spätgotische Madonna und zwei barocke Statuen der hl. Petrus und Paulus bilden ein wertvolles Ensemble in der Herz-Jesu-Kapelle mit einer Kremser-Schmidt-Kopie im Hochaltar.
Die Kapelle »Zur Toten Frau« wurde im Jahr 1603 errichtet. Anlass dafür war die Erzählung von einer schrecklichen Tat eines auf Wallfahrt nach Maria Langegg befindlichen Ehepaars, das ausgeraubt und ermordet worden ist. Die Kapelle wurde zum 400 jährigen Jubiläum renoviert und wieder der Gottesmutter geweiht.